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Hanseatic Help

Bei Hanseatic Help erlebst du Obdachlosigkeit als VR-Game

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Obdachlosigkeit selbst erleben

Das VR-Erlebnis UNHOME von GoBanyo gastiert bei Hanseatic Help

Die virtuelle Experience über Obdachlosigkeit ist bis März kostenlos in Altona erlebbar

Hamburg, 06.10.2026 Erst kommen die Mahnungen, dann die Kündigung und schließlich die erste Nacht im Hauseingang. Ab dem 9. Oktober kann in Hamburg jede*r den Weg in die Obdachlosigkeit erleben, zumindest virtuell. Hanseatic Help präsentiert in seiner Soziallogistik-Zentrale in Altona die Virtual-Reality-Installation UNHOME von GoBanyo. Bis März wird sie während der Öffnungszeiten kostenlos zugänglich sein.

Bisher konnte das für den Deutschen Computerspielpreis nominierte Erlebnis vorrangig in Schulworkshops oder auf Veranstaltungen wie der re:publica ausprobiert werden. Jetzt steht es den ganzen Winter über allen offen, und zwar dort, wo Hamburg für obdachlose Menschen spendet. Vorgestellt wird UNHOME (https://www.unhome.org/) am Donnerstag, 8. Oktober, bei einem Empfang mit rund 50 Unternehmenspartnern von Hanseatic Help. Vertreter*innen aus Wirtschaft, Stiftungen und Politik werden so für die Situation von obdachlosen Menschen sensibilisiert.

Mit der VR-Brille auf dem Kopf erleben die Besucher*innen in vier Kapiteln, wie ein Mensch auf der Straße landet. Die Geschichte beginnt an einem Frühlingsmorgen und endet in einer eiskalten Winternacht. Um genau solche Nächte geht es bei #wärmegeben (https://hanseatic-help.org/project/warme-sachen-spenden-und-waermegeben/): Seit 2016 sammelt Hanseatic Help mit der Kampagne jeden Winter warme Kleidung, Schlafsäcke und Geld für Menschen ohne Obdach. Vergangenes Wochenende ist die diesjährige #wärmegeben-Kampagne mit einer Spendenannahme in Barmbek und auf den Social Media Kanälen von Hanseatic Help gestartet.

Entwickelt hat UNHOME die Hamburger Initiative GoBanyo, die mit ihrem Duschbus obdachlose Menschen versorgt, gemeinsam mit der Agentur Curious Company. Die Hochschule Bielefeld hat den Einsatz wissenschaftlich begleitet. Ihr Ergebnis: Teilnehmende verstehen die Lebensrealität obdachloser Menschen besser und entwickeln konkrete Ideen, wie sie ihnen künftig begegnen können, anstatt wegzusehen.

“Das bürgerliche Leben und die Straße sind verschieden. Überleben ist kein Leben. Und es gibt keine Pause von der Straße. In unserer 20-minütigen VR Experience möchten wir Einblick geben in eine Realität, an der die meisten nur vorbeigehen. Wir möchten zum Denken anregen. Und zum Fühlen.“ sagt Dominik Bloh, Mit-Entwickler von UNHOME und Mitgründer von GoBanyo. Er lebte selbst über zehn Jahre auf der Straße.

„Tag für Tag bringen Hamburgerinnen und Hamburger uns warme Jacken und machen damit einen Unterschied. Wie entscheidend der für Menschen auf der Straße wirklich ist, können aber verständlicherweise nur die wenigsten nachvollziehen“, sagt Claudia Meister, Geschäftsführerin von Hanseatic Help. „Wer die Brille abgesetzt hat, spürt selbst, warum Thermo-Unterwäsche oder ein Schlafsack entscheidend sein können, ob jemand eine Winternacht übersteht. Dieses Verständnis wollen wir in diesem Winter gemeinsam mit GoBanyo in die Stadt tragen.“

Hamburg hat bundesweit die höchste Obdachlosenquote

Nach dem Wohnungslosenbericht des Bundes leben in Hamburg rund 3.800 Menschen auf der Straße. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sind das mehr als in jedem anderen Bundesland. Weitere rund 32.000 wohnungslose Menschen sind öffentlich untergebracht. Wie schnell jemand in diese Lage geraten kann, zeigt UNHOME ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit viel Empathie und Emotion.

Erst erleben, dann handeln

Wer nach der VR-Erfahrung helfen möchte, muss nicht weit gehen. Direkt vor Ort nimmt Hanseatic Help Sachspenden an. In diesem Winter werden besonders Winterjacken und wetterfeste Schuhe gebraucht, außerdem warme Männerkleidung, Schlafsäcke und Isomatten.

Auch Geldspenden werden in beiden Organisationen dringend benötigt. Hanseatic Help kauft damit Artikel ein, die kaum gespendet werden, zum Beispiel Thermounterwäsche. Außerdem finanziert der Verein so die Logistik, damit die Spenden schnell bei den mehr als 200 sozialen Einrichtungen ankommen, die der Verein versorgt.

GoBanyo betreibt damit den Duschbus und setzt Bildungsangebot in Schulen um. Geldspenden werden zum Beispiel für Zukäufe im Bereich Kleidung ausgegeben oder dafür, immer heiße Getränke am Bus bereitstellen zu können. Das ist gerade im Winter ein wichtiges Thema

UNHOME dauert rund 20 Minuten und wird ab 15 Jahren empfohlen, denn das Erlebnis thematisiert auch Gewalt und psychische Erkrankungen.

Hinweis

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Informationen wurden aus dem Facebook-Event oder von der Webseite der Veranstalter übernommen und werden nicht automatisch aktualisiert. Über die oben angegebenen Links in den Event-Details kannst du herausfinden, ob sich etwas zu dem Event geändert hat.