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Spüre den Flow der Farben: Vernissage in der Affenfaust Galerie

Information der Veranstalter

Marcel Krempin — In Resonance Julia Sachau — Undercurrent

Unter dem gemeinsamen Titel A Shared Frequency zeigt die Affenfaust Galerie im November zwei eigenständige Solopräsentationen von Marcel Krempin und Julia Sachau. Seit 2025 arbeitet die Galerie mit beiden Künstler zusammen und hat ihre Werke bereits in Gruppenausstellungen und auf Kunstmessen präsentiert. Mit In Resonance und Undercurrent sind sie nun erstmals mit eigenen Solopräsentationen bei Affenfaust zu sehen – zusammen in einem Raum, mit jeweils eigenem Titel und künstlerischem Schwerpunkt.

Die Verbindung entsteht durch die Farbe. Beide entwickeln atmosphärische Bildräume, in denen fein abgestimmte Verläufe Tiefe und Licht entstehen lassen. Ihre Malerei beschreibt keine konkreten Orte, weckt aber Assoziationen an Landschaft, Wasser oder wechselnde Lichtverhältnisse. Von diesem gemeinsamen Ausgangspunkt aus entfalten sich zwei unterschiedliche Vorstellungen von Ruhe und Bewegung. In In Resonance konzentriert sich Marcel Krempin auf das Zusammenspiel von Farbtönen und ihre allmählichen Übergänge. Leuchtende Bereiche verdichten sich, verlieren ihre Konturen und gehen in dunklere oder zurückgenommene Zonen über. Die Bilder kommen ohne klar umrissene Formen aus; ihre räumliche Wirkung entsteht aus der Farbe selbst. Manche Bereiche scheinen näher zu treten, andere in die Tiefe zurückzuweichen. Der Blick findet keinen festen Gegenstand, an dem er sich orientieren kann. Stattdessen rücken die Beziehungen zwischen den Farben in den Vordergrund: ihre Nähe, ihre Spannung und die Stimmung, die zwischen ihnen entsteht.

Julia Sachau setzt in Undercurrent auf das Spannungsverhältnis zwischen ruhig angelegtem Bildgrund und dynamischer Geste. Auf vielfach überarbeitete Farbverläufe treffen pastose, leuchtende Farbbewegungen. Sie ziehen sich über die Oberfläche, verdichten sich zu körperhaften Formen und laufen in feinen Spuren aus. Ihre geschwungenen Konturen erinnern an Wellen, Strömungen oder aufgewirbeltes Wasser, ohne diese unmittelbar abzubilden. Sachaus persönliche Verbindung zum Meer bildet dabei einen atmosphärischen Ausgangspunkt. Bewegung und Energie werden in eine abstrakte Bildsprache übersetzt, in der kontrollierte Setzung und der Moment des Unvorhersehbaren aufeinandertreffen.

Im gemeinsamen Raum werden die Unterschiede ebenso sichtbar wie die Verbindungen. Während Krempin Bewegung innerhalb der Farbverläufe entstehen lässt, gibt Sachau ihr eine greifbare Form auf der Oberfläche. A Shared Frequency verbindet diese Ansätze, ohne sie gleichzusetzen: zwei eigenständige malerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise erfahrbar machen, wie viel Bewegung in einem stillstehenden Bild liegen kann.

Hinweis

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