
Hinschauen statt Vorbeigehen: Diese Bilder lassen dich nicht kalt
08.05.26
14:00 - 17:00 Uhr
Fehlig Moshfeghi ArchitektenÖffnet ein neues Browser-Tab
kostenlos
@lars_klingenbergÖffnet ein neues Browser-Tab
Information der Veranstalter
Schlafquartier – Hinschauen statt Vorbeigehen
Der Hamburger Fotograf und Künstler Lars Klingenberg zeigt die interdisziplinäre Ausstellung „Schlafquartier – Obdachlosigkeit in deutschen Großstädten“ mit großformatigen Stadtbildern, O‑Tönen und Texten im Rahmen des Hamburger Architektursommers. Seine seit 2015 fortlaufende Arbeit betrachtet die aktuelle Thematik auch vor dem Hintergrund der Stadtarchitektur. Gastkünstler ist Julius Schreiner mit seiner Fotoarbeit „Silent Agents“. Vom 8. Mai bis zum 18. Juni zu erleben bei den Architekten Fehlig Moshfeghi, initiiert von kulturreich.
Eindringlich dargestellt wird die Lebensrealität obdachloser Menschen von Lars Klingenberg in Form ihrer fotografierten Schlafplätze. Ohne die Menschen zu zeigen, verleiht der Fotograf ihnen in dem Projekt „Schlafquartier” eine Stimme durch O-Töne und Textfragmente. Mit seinen dokumentarischen Fotografien und den teilweise skulptural anmutenden Sujets schafft Klingenberg eine Anziehungskraft, die die Betrachter:innen genauer hinschauen lässt.
Immer mehr Menschen in Deutschland sind obdachlos und lebensgefährlichen Umständen ausgesetzt. Dennoch wird Obdachlosigkeit oftmals in der öffentlichen Wahrnehmung und von vielen Menschen verdrängt, gleichwohl sie gerade in städtischen Metropolen zum Alltag gehört. Seit dem Jahr 2010 hat sich die Anzahl der von Obdachlosigkeit betroffenen Personen mehr als verdoppelt, 56.000 Menschen leben derzeit in Deutschland auf der Straße (2025, BAG W). „Obdachlosigkeit in Deutschland ist die individuell ausprägte Folge struktureller Armut, zunehmender staatlicher Unterversorgung und Ausgrenzung. Mit „Schlafquartier“ schaue ich mit ästhetischen und dokumentarischen Mitteln sowie künstlerischen Forschungsmethoden hinter die Fassade der Obdachlosigkeit.“ sagt Lars Klingenberg. In Form von Analysen und Essays identifiziert er gesamtgesellschaftlich relevante Problemlagen, deren strukturelle Bedingungen sowie soziale und politische Hintergründe.
Die Ausstellung richtet sich sowohl an Fotografie- und Architekturbegeisterte als auch an die breite Öffentlichkeit und ist in den Schaufenstern sowie Innenräumen des Architekturbüros Fehlig Moshfeghi in der Hamburger Neustadt zu sehen. Um einen Dialog über die politischen sowie gesellschaftlichen Herausforderungen zu fördern und Lösungsmodelle voranzutreiben wird es neben einer Szenische Lesung eine Podiumsdiskussion mit Gästen aus Politik, sozialen Einrichtungen, Architektur und dem Künstler geben. Der Gastkünstler Julius Schreiner zeigt zudem einen Ausschnitt seiner Fotoarbeit „Silent Agents“ und bietet eine Führung zur defensiven Architektur im Hamburger Stadtraum an.
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