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Information der Veranstalter

Johan Schäfer: Sie waren jung und rauchten das Geld

20.03. - 11.04.2026

Öffnungszeiten:

Vernissage, 20.03.: 19:00 - 23:00 Uhr

Mi, Do & Sa: 14:00 - 18:00 Uhr

Mit seiner neuen Ausstellung knüpft Johan Schäfer an „Man ist ja keine 13 mehr“ an und führt die Auseinandersetzung mit Erinnerung, Medien und Identitätsbildung weiter. Während die vorherige Ausstellung Objekte der Kindheit in monumentale Malerei überführte, richtet sich der Blick nun auf jenen Moment des Kippens: die späten 80er- und frühen 90er-Jahre – die Phase zwischen Kindheit und Subkultur.

Es ist die Zeit, in der man nicht mehr einfach nur Kind ist.
Man wird Punk, Grunge, Techno, Hip-Hop….
Man entscheidet sich.
Alles verändert sich.

Erneut erscheinen Diskettenarbeiten, darunter ikonische Titel wie Monkey Island, Lemmings, California Games, Tetris oder Prince of Persia. Spiele, die ganze Nachmittage verschlangen und erste virtuelle Erfahrungsräume öffneten. Die Diskette wird bei Schäfer zur Projektionsfläche einer Generation – Speicherort von Fantasie, Zeit und Selbstentwürfen.

Ein zentrales neues Werk ist der monumentale Scout-Schulranzen „Sophie“. Wie bereits in der Serie „unten vorm Haus“, in der Schäfer Autos porträtierte und nach ihren Besitzer*innen benannte, trägt auch dieser Ranzen den Namen seiner ehemaligen Trägerin. Das Objekt wird zum Porträt. Zur Identität. Der Schulranzen erscheint überlebensgroß – als Relikt einer klar umrissenen Kindheit, kurz bevor sich Zugehörigkeiten und Codes verschieben.

Der Zauberstab – ein Objekt aus dem klassischen Zauberkasten vieler Kinder – taucht im Raum als Fragment dieser frühen Weltaneignung auf: ein Überbleibsel jener Phase, in der sich Wirklichkeit noch mit einfachen Mitteln verwandeln ließ.

Wiederkehrende Motive wie Lakritzschnecken oder Landschaften mit Feuerzeugen und Zigaretten verweisen auf eine Zeit, in der Taschengeld plötzlich anders ausgegeben wurde – in der aus Konsum Haltung wurde und aus Spiel Ernst.

„Sie waren jung und rauchten das Geld“ ist keine nostalgische Rückschau. Die Ausstellung erzählt von einem Übergangszustand – von einem Lebensabschnitt, in dem Identität nicht gespeichert, sondern ausprobiert, kopiert, überschrieben und manchmal auch verbrannt wurde.

Hinweis

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Informationen wurden aus dem Facebook-Event oder von der Webseite der Veranstalter übernommen und werden nicht automatisch aktualisiert. Über die oben angegebenen Links in den Event-Details kannst du herausfinden, ob sich etwas zu dem Event geändert hat.

Hin da: "Sie waren jung und rauchten das Geld" in der Affenfaust