Gut versteckt: Diese Hinterhöfe in Hamburg musst du erkunden
Manchmal braucht es nur einen Schritt durch ein unscheinbares Tor, um in einer völlig anderen Welt zu landen. In den Hinterhöfen Hamburgs trifft geschichtsträchtige Architektur auf moderne Kunst und gemütliche Garten-Idylle. Wir zeigen dir, wo du zwischen Fachwerk und Stuck die Seele baumeln lässt, welche historischen Geheimnisse hinter den dicken Backsteinmauern schlummern und warum sich der Weg durch so manch unscheinbaren Durchgang lohnt.
Die Krameramtsstuben sind die Winkelgasse unter den Hinterhöfen in Hamburg
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Pack den Besen und das Flohpulver weg, denn um dich wie Harry Potter zu fühlen, musst du nicht erst nach London reisen. Es reicht schon ein Abstecher zu den Krameramtsstuben. In Hamburgs letzter erhaltener Hofbebauung aus dem 17. Jahrhundert wohnten damals die Witwen der Krämer. Heute schlüpfst du durch den unscheinbaren Eingang zum wohl magischsten aller Hinterhöfe in Hamburg, stehst auf schiefem Kopfsteinpflaster, blickst auf Fachwerkhäuser und kommst dir vor, als hätte Hagrid gerade mit seinem Schirm gegen die Mauer geklopft und den Weg in die Winkelgasse freigemacht. Statt bei Ollivanders deinen Zauberstab abzuholen oder bei Flourish & Blotts Schulbücher über Zaubertränke zu kaufen, wühlst du dich durch ein Antiquariat, besichtigt eine der alten Witwenwohnungen oder gönnst dir im Restaurant eine Portion Labskaus oder Finkenwerder Scholle.
Info: Restaurant KrameramtsstubenÖffnet ein neues Browser-Tab, Krayenkamp 10, 20459 Hamburg
In den Stadthöfen trifft Vive la France auf Erinnerungskultur
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Nächster Stopp: Paris – aber mitten in Hamburg. Um das französische Lebensgefühl zu spüren, führt dich deine Reise zu den Stadthöfen. Ob du durch exklusive Concept Stores stöberst, in Galerien Kunstwerke bestaunst oder dich in den Bars und Restaurants mit einem Glas Wein belohnst – die Atmosphäre in den vier Hinterhöfen in Hamburgs Neustadt schreit förmlich nach Urlaub und Entschleunigung. Ein kurzer Realitätscheck zeigt jedoch: Hier war es nicht immer so fancy. Zwischen 1933 und 1945 diente das Stadthaus nämlich als Gestapo-Zentrale, in der die Nazis ihre Verbrechen planten und ausführten. Besonders spannend: Der Seufzergang. Mittlerweile ein Gedenkort, lauschst du dort den Erinnerungen der gefolterten NS-Opfer. Heute wird in den Stadthöfen zum Glück wieder das Leben gefeiert – und wer kann das besser als die Französ:innen?
Info: StadthöfeÖffnet ein neues Browser-Tab, Stadthausbrücke 4, 20355 Hamburg
Auf den Spuren Hamburger Musiklegenden: Das KomponistenQuartier
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In der Hamburger Neustadt steht ein Klavier, auf dem Johannes Brahms höchstpersönlich in die Tasten gehauen hat. Manche Besucher:innen behaupten sogar, seinen Geist in dem historischen Haus des KomponistenQuartiers zu spüren. Ob das stimmt, findest du im wohl musikalischsten aller Hinterhöfe in Hamburg selbst heraus. Versteckt in der Peterstraße warten nämlich gleich sechs Museen zu sieben Komponist:innen auf dich. Ob Telemann, Bach, Hasse, die Mendelssohns, Brahms oder Mahler – sie haben eines gemeinsam: Alle waren auf eine Weise in Hamburg verwurzelt. Schlendere durch die verschiedenen Ausstellungen und begib dich auf eine Zeitreise durch die Geschichte der klassischen Musik. Zwischendurch lässt du die mit Stuck verschnörkelten Eingänge der Fachwerkhäuser im Innenhof auf dich wirken und legst an dem Brunnen in der Hofmitte eine Verschnaufpause ein.
Info: Komponistenquartier HamburgÖffnet ein neues Browser-Tab, Peterstraße 29-39, 20355 Hamburg
Idyllisches Dorf aus Hinterhöfen in Hamburg: Die Falkenried-Terrassen
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Wie viele Passant:innen wohl täglich den Umzug in eine der 324 Wohnungen der Falkenried-Terrassen manifestieren? Schätzungsweise jede:r zweite. Wo früher mal graue Straßen die Häuserblöcke voneinander getrennt haben, findest du seit 2013 denkmalgeschützte Terrassen, die dich wie in einer Astrid-Lindgren-Verfilmung fühlen lassen. Das Besondere: Die Hinterhöfe in Hamburg werden von den Bewohner:innen selbst gehegt und gepflegt. Jede Ecke strotzt durch bunte Pflanzen, Gartenmöbel und Deko vor Individualität und 08/15-Vorgarten-Vibes suchst du hier vergeblich. Auch wenn es schwer ist, eine der Wohnungen zu ergattern: Gucken kostet bekanntlich nichts. Schlendere an den Häusern vorbei, genieße den Vibe und lass dich für dein eigenes Balkonien inspirieren.
Info: Falkenried TerrassenÖffnet ein neues Browser-Tab, Falkenried, 20251 Hamburg
Im Café himmlische Versuchung schlemmst du wie bei Oma im Garten
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Steigst du in der Lutterothstraße aus der Bahn aus und läufst circa acht Minuten gen Westen, stehst du vor den Toren einer Villa aus 1890. Was von vorne schon schick aussieht, entpuppt sich auf der Rückseite als einer der wohl idyllischsten Hinterhöfe in Hamburg. In dem versteckt sich nämlich das Café himmlische Versuchung der Dechows. Während Susanne in der original erhaltenen Backstube Kuchen, Törtchen und Pralinés zaubert, geht ihr Mann nebenan in seiner Werkstatt seiner Arbeit als Stukkateur nach. Und das sieht man auch, denn überall im Garten blitzen zwischen blühenden Rhododendren, Rosen und Lavendel die kunstvollen Stuckelemente hervor. Übrigens: Um ein Wohlfühlort für jede:n sein zu können, wird hier alles glutenfrei zubereitet. Außerdem gibt es ein großes Angebot an veganen und zuckerfreien Leckereien.
Info: Café himmlische VersuchungÖffnet ein neues Browser-Tab, Steenwisch 41, 22527 Hamburg
Die volle Ladung Kunst & Kultur erwartet dich im Gängeviertel
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Die neben der Roten Flora wohl berühmteste Hausbesetzung Hamburgs fand 2009 zwischen Valentinskamp und Speckstraße statt. Um in dem Areal Platz für Neubauten zu schaffen, sollten die historischen Gebäude abgerissen werden. Doch nicht mit den rund 200 Künstler:innen und Aktivist:innen, die sich kurzerhand einquartieren. Heute wissen wir: Der Plan ging auf, der Startschuss für das Projekt Gängeviertel war gefallen. Heute ist der Flickenteppich aus zwölf Häusern der wohl lebendigste aller Hinterhöfe in Hamburg. Während tagsüber in den Ateliers gewerkelt und in Galerien gestaunt wird, tummeln sich nachts Feierwütige in dem Viertel, um zu trinken und zu tanzen. Auch Graffiti-Fans kommen hier auf ihre Kosten, denn die Wände sind ein einziges, riesiges Gesamtkunstwerk. Komm daher am besten tagsüber vorbei, um dich in Ruhe umschauen zu können.
Info: GängeviertelÖffnet ein neues Browser-Tab, Valentinskamp, 20355 Hamburg
Im Afrikahaus liegt einer der prachtvollsten Hinterhöfe Hamburgs
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Auf dem Weg in den Hinterhof des Afrikahauses musst du erst an einer Bronzestatue eines afrikanischen Kriegers vorbei, welcher das alte Kontorhaus von vorne bewacht. Hast du dir dann deinen Weg durchs Innere gebahnt, geht es schließlich durch ein Tor in den Innenhof. Und auch der ist nicht weniger streng bewacht, denn rechts und links des Eingangs thronen zwei riesige Stein-Elefanten. Beim Bestaunen solltest du jedoch unbedingt die koloniale Geschichte im Hinterkopf behalten, die mit den Mauern verbunden ist. Das Haus ist nämlich auch heute noch im Besitz der Familie Woermann, deren Reichtum auf dem lukrativen, aber perfiden Tausch von Schnaps und Waffen gegen Elfenbein, Kautschuk und Palmöl im während des 19. Jahrhunderts beruht.
Info: AfrikahausÖffnet ein neues Browser-Tab, Große Reichenstraße 27, 20457 Hamburg
Hinterhof-Idylle, Zirkuszelt & Pizza: Das LüttLiv lohnt sich zu jeder Jahreszeit
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Jeden Herbst wird in diesem Hamburger Hinterhof ein Zirkuszelt aufgebaut. Statt eines Clowns spaziert hier jedoch Servicepersonal durch die Manege! Während du dir im Sommer die Sonnenstrahlen im Biergarten des LüttLiv aufs Haupt scheinen lässt und deinen Aperitif schlürfst, werden hier pünktlich zur dunklen Jahreszeit die Zeltwände hochgezogen, die Wolldecken ausgepackt und die Heizstrahler aufgestellt, um auch im Winter draußen sitzen zu können. Egal, ob nun Sommer oder Winter, einen Tag solltest du dir definitiv im Kalender markieren: Den Pizza-Samstag. Wie der Name schon verrät, dreht sich hier ab 17 Uhr nämlich alles um das italienische Kulturturgut. Also: Lieblingsmenschen schnappen und den Abend im schönsten und leckersten aller Hinterhöfe in Hamburg-Barmbek genießen.
Info: LüttLiv RestaurantÖffnet ein neues Browser-Tab, Maurienstraße 19, 22305 Hamburg
Gut versteckter Genuss: Schlemme & schlürfe im Hinterhof bei Elbwein
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Wer nicht aktiv auf der Suche ist, läuft hier garantiert vorbei. Neben einem unscheinbaren, mintgrünen Gebäude in Eimsbüttel versteckt sich nämlich der Zugang zum Paradies für Weinliebhaber:innen und alle, die es werden wollen. Nur eine kleine Tafel weist dir den Weg in den Hinterhof, wo sich schließlich der Eingang zum Elbwein befindet. Im Inneren des Restaurants angekommen, ist der Großstadtstress sofort vergessen. Rustikale Holztische, Kerzen in leeren Weinflaschen und Wände, die bis unter die Decke mit Weinregalen gefüllt sind, sorgen für eine gemütliche Gasthaus-Atmosphäre. Und egal, ob zu Antipasti, Pasta oder Käse-Wurst-Platte danach: Auf Nachfrage wird dir zu allem der passende Tropfen serviert, denn hier gibt’s keinen Wein, den es nicht gibt.
Info: ElbweinÖffnet ein neues Browser-Tab, Margaretenstraße 41 A, 20357 Hamburg
Kirchen-Vibes gibt’s im Hinterhof der Alten Oberpostdirektion
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Direkt am Stephansplatz gelegen, ist dir das imposante Gebäude sicherlich schon oft aufgefallen. Tausendmal vorbeigelaufen, tausendmal nicht richtig hingesehen, lohnt sich aber! Schon von außen sticht der Eckturm mit seiner goldenen Merkurstatue ins Auge, der für den Spitznamen „Postpalast“ gesorgt hat. Während Ende des 19. Jahrhunderts hier noch das Hamburger Postwesen verwaltet wurde, warten heute Patient:innen in den Wartezimmern der Arztpraxen und Shopping-Fans schlendern durch die Geschäfte. Das Highlight erwartet dich jedoch auf der anderen Seite des Gebäudes: Einfach an der Apotheke und dem Café vorbei und schon stehst du in einem der unbekannteren, aber spektakulärsten Hinterhöfe in Hamburg. Umgeben von massiven Backsteinmauern und gekrönt von einem riesigen Glasdach, fühlst du dich hier wie in einer modernen Kathedrale – perfektes Futter für den Instagram-Feed.
Info: Alte Oberpostdirektion HamburgÖffnet ein neues Browser-Tab, Stephanspl. 3, 20354 Hamburg
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